Sexism

Sexism

Sexism is a form of discrimination based on a person's gender or gender identity. It involves the attribution of certain behaviours, attitudes or stereotypes based on gender, which can lead to a person being disadvantaged or degraded. Sexism can manifest itself in various forms, for example, verbal or physical harassment, discrimination against women or rejection of trans or intersex people. Sexism is a social problem and can occur on both an individual and structural level.

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aller Opfer häuslicher Gewalt in Deutschland waren im Jahr 2023 Frauen oder Mädchen.

Quelle: Bundeskriminalamt / Bundeslagebild geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten (2024)

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aller Frauen in Deutschland haben mindestens einmal in ihrem Leben physische und/oder sexuelle Gewalt erlebt.

Quelle: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen (2014)

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Fälle von sexueller Nötigung und Vergewaltigung wurden 2024 in Deutschland erfasst.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik Deutschland (2025)

Sexismus durchzieht in Deutschland nach wie vor viele Lebensbereiche – von Kommunikation im Alltag über Familien- und Erwerbsleben bis hin zu Gewalt. Frauen erleben häufiger als Männer, dass ihre Fähigkeiten infrage gestellt, ihre Präsenz reduziert oder ihre Rolle auf vermeintlich „typisch weibliche“ Aufgaben reduziert wird. Diese Benachteiligung basiert nicht selten auf stereotypen Geschlechterrollen und tief verwurzelten Machtstrukturen, die sowohl im persönlichen Umfeld als auch institutionell sichtbar werden.

Im Kontext von Haft und Resozialisierung ist Sexismus ein Thema, das unmittelbar die Lebensrealität vieler Inhaftierter betrifft. Männer wie Frauen bringen oft Erfahrungen mit, die von patriarchalen Rollenvorstellungen, Dominanzverhalten oder sexualisierter Gewalt geprägt sind – als Betroffene, als Täter oder beides zugleich. Auch in Haft spiegeln sich diese Muster wider: in Sprache, Gruppendynamik, Machtverhältnissen oder im Umgang mit Nähe und Grenzen. Wer gelernt hat, Emotionen durch Kontrolle oder Gewalt auszudrücken, braucht Raum, um Alternativen zu entwickeln. Geschlechtssensible Bildungs- und Reflexionsangebote helfen, diese Muster zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und neue Formen des Umgangs miteinander zu erlernen. Nur so kann echte Resozialisierung gelingen – jenseits von Macht, Scham und Abwertung.

Das Projekt „Ausbruch nach innen“ widmet sich diesen Dynamiken. Es bietet Raum, in dem Teilnehmende über ihre eigenen Erfahrungen mit Macht, Geschlechterrollen und Ausgrenzung reflektieren können. Durch sokratischen Dialog und interaktive Methoden wird deutlich gemacht, wie sexistische Muster entstehen – in Sprache, Blicken, Strukturen – und wie diese erkannt und verändert werden können. Die Teilnehmenden werden darin gestärkt, respektvoll und gewaltfrei mit Konflikten umzugehen, auch unter schwierigen Bedingungen. So trägt das Format dazu bei, sexistische Dynamiken aufzubrechen und einen Weg zu einem vielfältigen, wertschätzenden Miteinander zu öffnen.

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